Eine Mannschaft, die Fußball spielen will – Der FV Leutershausen ist schon gut drauf


Denkt man an die letzte Saison in der Mannheimer Kreisliga zurück, drängt sich vor allem der souveräne Titelgewinn von Srbija Mannheim nochmals auf.

Doch die positive Überraschung der Runde war eigentlich eine andere Formation. Die Rede ist vom FV Leuterhausen, der als A-Klassenaufsteiger eine ganz starke Runde gespielt hat und sich am Saisonende mit 53 Punkten auf dem 4. Platz eingenistet hat.

„Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass wir 4. werden, hätte ich das natürlich sofort unterschrieben“, betonte Leutershausens Spielertrainer Stefan Matthes, „denn wir hatten im Vergleich zur A Klasse ja nur 2 Neuzugänge dazu bekommen.“

In der neuen Saison würde man nun gerne an die starken Leistungen anknüpfen. Ein genaues Saisonziel hat man aber noch nicht formuliert. Matthes: „Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich mir darüber noch gar keine Gedanken gemacht. Sobald sich die Vorbereitung dem Ende zu neigt, werde ich die Jungs mal fragen, welches Ziel sie so haben und ich denke, dass wir uns dann schon irgendwie einigen werden“, lacht der Spielertrainer.

Die Vorzeichen für eine erfolgreiche Runde sind jedenfalls gut. Seit 3 Wochen befindet man sich in der Vorbereitung, hat zunächst etwas mehr Wert auf die Grundlagenausdauer gelegt und befindet sich mittlerweile bereits in einer Phase, in der es darum geht, im spielerischen Bereich zu arbeiten. An der Spielphilosophie wird sich nichts ändern.

„Wir sind eine Mannschaft, in der ein paar wirklich gute Fußballer sind und deshalb werden wir weiterhin so auftreten und zeigen, dass wir den Ball wollen. Der Gegner spielt dabei keine Rolle. Es geht darum, den Ball möglichst flach laufen zu lassen und das mit wenigen Kontakten.“

Dass man das kann, hat man bereits in den Testspielen bewiesen. Gegen den SV Unterflockenbach 2 und TuS Weinheim siegte man mit 5:2 und auch gegen die U23 von Wormatia Worms machte man seine Sache gut. Das Endergebnis von 3:6 täuscht nämlich etwas. Die Bergsträßer führten zwischenzeitlich mit 2:0, mussten dann aber körperlich abreißen lassen.

„Dieses Spiel war direkt nach unserer 2. Einheit. Wir hatten nur 11 Feldspieler zur Verfügung, konnten nicht wechseln, während der Gegner 5 Mal tauschen konnte“, berichtet Matthes, der 6 neue Spieler in seinem 19 Mann Kader hat. Vier Spieler haben den Kreisligisten verlassen.

Bezüglich des Titelkampfs beurteilt er die Situation genauso wie seine Trainerkollegen. Ein echter Topfavorit ist nicht auszumachen, eher 4,5 Mannschaften, die man im Auge haben muss. Dazu zählen aus seiner Sicht Rot-Weiß Rheinau, der VfR Mannheim 2, Enosis Mannheim, Viernheim und wohl auch wieder Lützelsachsen. Und Leutershausen? „Bei uns wird vieles auch vom Start abhängen, gelingt uns der, können wir wieder einiges erreichen. Aber zum Auftakt müssen wir gleich nach Wallstadt, das ist natürlich nicht einfach.“

Kader: Andrija Marijanovic (SG Mannheim), Stefan Matthes, Nicolas Merkel, Mertkaan Saglam (Türkspor Mannheim), Mariius Schmitt, Max Stephan (TSG Weinheim), Jannis Weidner, Yusuf Yarimbiyik (VfR Mannheim II), Daniel da Silva Guardado, Habib Arifi, Sven Bopp, Moritz Böhler, Gabar Dalman, Sabri Dalman, Tiberio Ferrarese, Ömer-Faruk Ilhan (Fortuna Heddesheim II), Dennis Kupfer, Louis Leistikow (TSG Weinheim II), Nicolas Manu.
Abgänge: Oliver Schmitt (Ziel unbekannt), Dominik Sättele, Frieder Pfefferle, Marko Miskovic, Jens Kanzler (alle 2. Mannschaft).

(Text: sport-kurier)

Spielertrainer Stefan Matthes hat für die kommende Spielzeit noch keine genauen Ziele definiert. Bild: Berno Nix

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