Fußball in allen Inzidenzstufen


Die baden-württembergischen Verbände wollen den Spielbetrieb nicht unterbrechen / Verordnung lässt Training und Spiele zu

Angesichts steigender Corona-Fallzahlen haben die Fußballverbände in Baden-Württemberg Festlegungen für den Saisonstart 2021/22 getroffen: Auch bei 7-Tage- Inzidenzen über 35 soll der Spielbetrieb nicht unterbrochen werden, auch wenn das Fußballspielen im jeweiligen Stadt- oder Landkreis nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg dann nur noch mit 3G-Nachweis (getestet, genesen oder geimpft) erlaubt ist. Eine neuerliche Unterbrechung beziehungsweise Aussetzung des Spielbetriebs steht nicht zur Diskussion, so die einhellige Auffassung.

Rüdiger Heiß, Vizepräsident Spielbetrieb beim Badischen Fußballverband: „Es ist nicht nur unser Auftrag als Verband, sondern auch der sehnliche Wunsch der Vereine, endlich wieder einen verlässlichen Spielbetrieb zu haben. Solange es die gesetzlichen Rahmenbedingungen erlauben, wollen wir diesen auch gewährleisten.“

In allen vier Inzidenzstufen ist nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ein umfänglicher Trainings- und Spielbetrieb möglich. Ab Inzidenzstufe 3 (Inzidenz über 35) ist ein 3G-Nachweis erforderlich, ab Inzidenzstufe 4 (Inzidenz über 50) ist die Zahl der Sportler und Sportlerinnen zudem auf 25 Personen im Freien limitiert, jedoch werden Genesene und vollständig Geimpfte nicht hinzugezählt.

Bei Inzidenzen von über 35 und der damit verbundenen Nachweispflicht von Spielern und Zuschauern steht der gastgebende Verein als Ausrichter und Hausrechtsinhaber in der Verantwortung, dass allen Personen ohne 3G-Nachweis der Zutritt zum Sportgelände verwehrt bleibt. Die Anwendung eines Selbsttests kann auch vor Ort von einem Vereinsvertreter überwacht und bestätigt werden. Eine Vorlage für ein solches Bestätigungsformular steht auf www.badfv.de/coronavirus zum Download bereit. Ein geordneter Einlass ist ohnehin nötig, da die Erfassung der Kontaktdaten aller auf dem Sportgelände anwesenden Personen laut Corona-Verordnung verpflichtend ist – unabhängig von der Inzidenz.

Natürlich ist die Durchführung von Spieltagen bei Inzidenzen über 35 mit einem erhöhten Aufwand verbunden, jedoch nicht in einem Maße, der eine Unterbrechung des Spielbetriebs rechtfertigt, meint bfv-Spielbetriebsleiter Felix Wiedemann: „Mit einer hohen Impfrate sinkt gleichzeitig die Zahl derer, die getestet werden müssten. Wir appellieren daher an alle Personen, für die es eine Impfempfehlung gibt, sich impfen zu lassen. Wer sich impfen lässt, übernimmt Verantwortung für sich selbst, für seine Mitmenschen und damit auch für den Vereinssport.“

Schulen haben ihren Schülern im Präsenzunterricht in jeder Schulwoche zwei Covid-19-Schnelltests anzubieten und auf Verlangen eine Bescheinigung über das negative Testergebnis auszustellen. Dieses hat 60 Stunden Gültigkeit, sodass der Großteil der Vereinsaktivitäten über die Schultestungen abgedeckt ist.

Klare Regelungen für Absetzungen

Für den Umgang mit Verdachtsfällen und infizierten Personen wird es klare und einheitliche Regelungen geben. Im Verdachtsfall muss sich die betroffene Person beziehungsweise die Mannschaft umgehend testen und bis zu einem negativen Ergebnis vom Trainings- und Spielbetrieb fernhalten. Die Verbände haben jeweils Regelungen getroffen, unter welchen Voraussetzungen ein Spiel abgesetzt wird. Sollte sich eine Mannschaft in Quarantäne begeben müssen, so wird ausreichend Zeit bis zum Wiedereinstieg gewährt. Nähere Informationen folgen. bfv

Unter Einhaltung aller Regeln soll die Fußballsaison unabhängig von Inzidenzstufen in dieser Runde durchgezogen werden. Bild: Sascha Lotz

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