Green-Soccer: „Saase“ siegt gegen „Hause“ und ist Ortsmeister !


Waren das noch Zeiten beim Ortsturnier, so hießen damals die Hirschberger Ortsmeisterschaften, als zu den Finalspielen über 500 Zuschauer rund um das Oval des Leutershausener Sportzentrums kamen und ihre Mannschaften stimmgewaltig anfeuerten. Wenn die Sänger, Handballer, Feuerwehrleute, Kleintierzüchter, Tennisspieler oder Tischtennisspieler in der Vorrunde gegeneinander antraten, dann standen „echte Laienkicker“ aus den Ortsvereinen auf dem Rasenspielfeld! Nicht selten musste der Veranstalter einen Aufnahmestopp verhängen, so viele Hirschberger Vereine wollten an diesem Spektakel teilnehmen. Das war ja eigentlich auch der Grundgedanke beim ausrichtenden Fußballverein 1922 Leutershausen (FVL), als er 1976 dieses Laienturnier ins Leben rief. Doch im Laufe der Jahre war es immer schwerer geworden, bei den Hirschberger Vereinen noch Fußballmannschaften mit zwölf, dreizehn Spielern auf dem Großfeld besetzen zu können, viele Kicker waren einfach „in die Jahre gekommen“ und wollten sich den Stress über zwei, drei oder sogar vier Tage nicht mehr antun – der Körper streikte! Als dann noch auswärtige Mannschaften das Teilnehmerfeld „auffüllten“, entsprach diese nicht mehr dem Gedanken einer Ortsmeisterschaft. Heute wird nicht auf dem Großfeld gespielt, sondern auf einem verkürzten Platz und die Teilnehmer heißen heute Müller-Thurgau-Riege, Goldbeck, ADG, VOLL ZUG, SGL 1c, Horst`s Pinte , oder Flying-HIRSCHberg. Dahinter verbergen sich keine reinen Vereinsmannschaften mehr, sondern auch Teams von Organisationen oder Gruppen,l die einfach Spaß am Fußballspielen haben.
Gekickt wird wie immer ehrgeizig, manchmal hart an der Grenze des Erlaubten und beflügelt von der gerade laufenden Fußball-WM in Russland, bei der jedoch die deutsche Mannschaft sehr enttäuschte. „Bei der reinen Spielzeit von zehn Minuten darf man „nichts anbrennen lassen“, sonst ist sehr schnell der Ofen kalt, sprich das Spiel geht verloren“, warnen immer wieder die Betreuer. Bei den Siebenermannschaften war einmal mehr das Team von Flying-Hirschberg als Favorit gehandelt worden, doch es verlief ganz anders, und das macht eben der Reiz solcher Turniere aus! . Sehr umsichtig leiteten die Schiedsrichter Sabi Dalman und Moritz Böhler, Spieler der ersten FVL-Mannschaft, und die Turnierspiele waren zwar hart umkämpft, blieben aber im Rahmen des Erlaubten. FVL-Vorsitzender Marcel Fischer hatte nicht nur die Turnierleitung inne, sondern zeichnete auch für die Turnierorganisation sowohl des Laien-, als auch des gleichzeitig laufenden Alte-Herren-Turniers verantwortlich.
Beim „Green Soccer Turnier“, also der offiziellen Hirschberger Ortsmeisterschaft, wurde die Mannschaft „VOLL- ZUG“ erstmals Turniersieger, die sich aus den TVG-Handballern zusammensetzte, vor dem „heimlichen Favoriten“ , nämlich „Flying-Hirschberg“ , wobei dieses Team aus Handballern der SG Leutershausen besteht. Also gab es auch gleichzeitig ein Ortsduell der Handball-Laienkicker, das Großsachsen knapp mit 1:0 im Endspiel gewann.
Unter den beiden FVL-Pavillons überreichte FV-Vorsitzender Marcel Fischer die Preise an die Mannschaften, wobei es diese Platzierungen gab: 1. Voll-ZUG (16 Punkte), 2. Flying-Hirschberg (13), 3. Müller-Thurgau-Riege (10), 4. Goldbeck (8), 5. SG Leutershausen 1c (7), 6. ADS (4), 7. Horst`s Pinte (1).
(Text: Werner Hildebrand)


(Bild: MaHa)

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