SG Hemsbach – FV Leutershausen 3:3 (2:0)


3:3 in einem sehr kuriosen Derby

SG Hemsbach verspielt im Kreisliga-Heimspiel vor rund 100 Zuschauern gegen den FV Leutershausen tatsächlich noch eine Drei-Tore-Führung

Zwei grundverschiedene Halbzeiten, sechs Tore und kein Sieger im Kreisliga-Derby zwischen Hemsbach und Leutershausen: Im Duell der zwei kriselnden Clubs reichten der SG auf heimischem Grund auch ein Blitzstart und eine Drei-Tore-Führung nicht zum Sieg. Der FV Leutershausen zeigte nach dem miserablen Saisonstart dagegen große Moral – und verschenkte am Ende sogar drei Punkte.

Doch der Reihe nach: Die Gastgeber, die nach einem hervorragendem Saisonauftakt in der Fußball-Kreisliga zuletzt mit vier sieglosen Partien ins Straucheln geraten waren, erwischten im Derby einen Traumstart. Schon nach vier Minuten zappelte der Ball im Netz: Fofana Pamalick traf zur Führung. Nur drei Minuten später erhöhte Sturmpartner Kajally Njie auf 2:0. Das starke Sturmduo Pamalick/Njie glänzte einmal mehr, die Führung hätte aber noch höher ausfallen können. Njie scheiterte frei vorm Tor (5.), einen Kopfball von Luciano Monachello entschärfte FVL-Schlussmann Jannis Weidner.

Dennoch kamen die Gäste nach dem 2:0 besser ins Spiel. Robin Merbecks verpasste am langen Pfosten zuvor den Anschluss (19.). Als kurz nach Wiederanpfiff Pamalick zum 3:0 traf, schien das Spiel entschieden. Doch die zweite Halbzeit gehörte dem FVL, der vor der Verletzten-Misere zum Favoritenkreis der Liga gehört hatte. In der 57. Minute traf Louis Leistikow zum Anschluss, Nicolas Manu setzte mit einem satten Fernschuss zum 3:2 nach (70.). Der FVL drückte die SG in die Defensive, kam sechs Minuten später durch Simon Schmitt folgerichtig zum Ausgleich. „Danach hatten wir sogar Glück, nicht noch zu verlieren“, räumte SG-Pressewart Thomas Mahler ein. Tobias Schneider hielt den Punkt mit einer Glanzparade fest (84.).

SG Hemsbach: Schneider; Hyseni, Türkay, Jung, Scalzo (65. Bekyigit), Pamalick, Monachello (73. Acar), Saager, Pascarella, Njie, Güner.

FV Leutershausen: Weidner; S. Schmitt, Merkel, Merbecks, Manu, Filipic, Pfefferle, Dietrich, Arifi (80. Grönke), Leistikow (90. Kanzler), Meier-Küster.

Tore: 1:0 Pamalick (4.), 2:0 Njie (8.), 3:0 Pamalick (53.), 3:1 Leistikow (57.), 3:2 Manu (70.), 3:3 S. Schmitt (76.).

Zuschauer: 100.

Die beiden Torschützen Kajally Njie (Hemsbach, vorne) und Simon Schmitt (Leutershausen) im Laufduell: Ein verrücktes Derby sah am Ende keinen Sieger. Bild: Marco Schilling

 

 

 

 

 

 

 

 

(wnoz v. 19.10.2020)

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