SG Mannheim-FV Leutershausen 1:0 (1:0)


Leutershausen zeigt Moral

Extrem teuer verkaufte sich der FV Leutershausen am vergangenen Sonntag beim Tabellenführer SG Mannheim. Die Anzeichen standen wenigen Stunden vor Anpfiff schlecht. Ein Spieler nach dem anderen meldete sich kurzfristig krankheitsbedingt ab. „Da fehlen mir wirklich die Worte“ machte Preuß aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Wir hatten kaum Zeit auf die Ausfälle so schnell zu reagieren und standen kurz vor einer Spielabsage“. Sascha Lutz sprang ein, vertrat den erkrankten Marko Miskovic zwischen den Pfosten und lieferte eine starke Partie ab.  Bei schwierigen Platzverhältnissen zeichnete sich von Beginn an ein kampfbetontes Spiel ab. Der FVL stand mit seiner routinierten Abwehrreihe sehr stabil und ließ nur wenige gefährliche Strafraumszenen zu. Von Minute zu Minute wuchs der Glaube an hier was Zählbares mitnehmen zu können. FVL Dauerläufer Hüseyin Sevim hatte zahlreiche Ballgewinne die direkt auf die schnellen Spitzen Pfefferle und Kanzler gespielt wurden. „Leider hat uns im letzten Pass etwas die Genauigkeit gefehlt“ sah Preuß auch einige offensive Möglichkeiten seiner Mannschaft. Mit dem Pausenpfiff gab es dann Diskussionsbedarf. Zunächst klärte der Pfosten für den bereits geschlagenen Sascha Lutz ehe er den Nachschuss mit aller Macht klären wollte. Ob der Ball dann vollumfänglich hinter der Torlinie war, sorgte dann für Gesprächsstoff. Fakt war, der Schiedsrichter gab den Treffer und die SG ging mit einem knappen 1:0 Vorsprung in die Kabine. Der leitende Schiedsrichter gehört zu den guten seines Fachs und hatte gute Sicht. Da er auch sonst ein gewohnt souveräner Leiter der Partie war, gab es nach Schlusspfiff dann auch wenige Proteste. „Wir können die Entscheidung so akzeptieren und gehen davon aus das der Schiri nicht falsch lag“ zeigte sich die Mannschaft als fairer Verlierer. In der zweiten Halbzeit musste der FVL in der Defensive weiter Schwerstarbeit verrichten. Die Mannheimer stehen nicht ohne Grund ganz oben in der Tabelle und hatten insbesondere in der Offensive einiges an Qualität auf dem Platz. Hutzl, Helfert, G. Aydin, Kourkzi und Co. gingen wirklich ans Limit um das Team im Spiel zu halten. Der Kräfteverschleiß ohne Ersatzspieler blieb natürlich nicht aus. Umso bemerkenswerter das der FVL bis zum Schlusspfiff die Partie offen hielt. Kurz vor Schluss war es Abwehrchef Pschowski der zum Lucky Punsh hätte vollstrecken können. Leider fehlten wohl auch bei ihm nach intensiven 90 Minuten die letzten Körner um den Ball im Netz unterzubringen. „Es nervt mich fast ein wenig das sich die Mannschaft heute für den Aufwand nicht belohnen konnte. Wie die Mannschaft aufgetreten ist, war unter diesen Umständen aller Ehren wert. Hut ab“ war Kalle Durath mit sich und der Welt zufrieden. Lediglich das Endergebnis machte ihm verständlicherweise Kummer. Leider kann man sich im Fußball für couragierte Leistungen nichts kaufen und auch in der Tabelle sieht es für den FVL nicht unbedingt rosig aus. „Über die Leistung im heutigen Spiel wird schon nächste Woche niemand mehr sprechen. Wichtiger ist es für die einzelnen Spieler das für sich Positive aus der Begegnung rauzuziehen“ so Preuß. Und das war jede Menge. Mit Einsatz und Wille ist in der A-Klasse in jedem Spiel etwas zu holen, egal wer aufläuft. In der Rückrunde werden diese Tugenden dringend benötigt um sich gegen den drohenden Abstieg zu stemmen. Am kommenden Sonntag geht es aber zunächst noch zum schweren Auswärtsspiel  nach Feudenheim ehe die lang ersehnte Winterpause ansteht. MF

FVL : Lutz, M. Helfert, Hutzl, G. Aydin, Kourkzi, T. Pschowski, Fischer, Pfefferle, Drammeh, Kanzler, Sevim.

Tore: 1:0 Filipovic (44.).

Vorschau :

Sonntag 04.12.2016

14.00 Uhr ASV Feudenheim – FV Leutershausen

 

 

 

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