Stellungnahme zum Punktabzug gegen den FV Leutershausen II


Seit Ende letzter Woche fehlen dem FV Leutershausen II vier Punkte und neun geschossene Tore auf der tabellarisch geführten Habenseite. Seitdem wurde teilweise wild spekuliert und auch einiges an Halbwissen verbreitet. Gerne würden wir daher auf diesem Wege etwas Licht ins Dunkle bringen.
Zunächst einmal gilt festzuhalten, dass die zweite Mannschaft nach der langen Corona-Pause überraschend gut in ihre erst zweite Saison gestartet ist und dem Verein und seinen Zuschauern derzeit auch viel Freude bereitet. Nach acht Spieltagen stünde der FVL II mit 13 Zähler und 24 erzielten Toren auf einem hervorragenden 6. Tabellenplatz. Die Mannschaft, bunt gemischt aus jungen und alterfahren Spielern, wächst unter der Anleitung der Trainer D. Sättele und S. Hutzl immer mehr zu einem homogenen Haufen zusammen. Drei Siege und ein Unentschieden aus den letzten vier Derbys (Hemsbach II, Schriesheim II, Laudenbach II und United Weinheim) überraschen und sind als riesiger Erfolg für die junge Mannschaft zu werten. Da passt es leider wenig ins Bild, dass die Ergebnisse aus den Spielen gegen Schriesheim II und Laudenbach II vom Sportgericht annulliert und mit 0:3 als verloren gewertet wurden. Wie es dazu kam, ist im Grunde recht einfach erklärt.
Im Spiel bei der SG Hemsbach II war unser Spieler Hussain Majed bereits verwarnt und wurde nach einem taktischen Foul mit der gelbroten Karte des Feldes verwiesen. Der eingeteilte Schiedsrichter hatte an diesem Sonntag leider nicht seinen allerbesten Tag erwischt (was für uns als Verein in der Regel absolut kein Problem darstellt und wir dahingehend auch keine Vorwürfe gegen den guten Mann erheben). Zweifelhaften Entscheidung auf dem Platz folgten im Nachgang leider auch einige für uns folgenschwere Fehler bei der Eingabe des Spielberichtes. Neben dem falschen Endergebnis wurden Verwarnung gar nicht oder nicht korrekt aufgeführt. So kam es auch, dass im Spielbericht nicht der Spieler H. Majed sondern Michael Kuhn mit der gelbroten Karte belegt wurde. Gelbrote Karten ziehen seit geraumer Zeit eine automatische Sperrzeit von einem Pflichtspiel nach sich. Dem Verein wird zum Nachteil ausgelegt, diesen Fehler erst beim vorbereiten des Spielberichtes auf den kommenden Spieltag (gegen den SV Schriesheim II) am darauffolgenden Donnerstag bemerkt zu haben. Am Freitag wurden die falschen Angaben dem Verband mit der Bitte um Korrektur und einer ausführlichen Stellungnahme per Mail gemeldet.
In Absprache mit den Trainern wurde dem, laut System, gesperrten Spieler Michael Kuhn der Einsatz im Derby gegen Schriesheim aber nicht verwehrt und der betreffende Spieler (laut System spielberechtigt) Hussain Majed im Gegenzug dafür nicht eingesetzt. In der darauffolgenden Woche ohne Rückmeldung (außer einer erneuten Aufforderung zur bereits getätigten Stellungnahme) war selbiger Spieler beim Auswärtsspiel in Laudenbach im System weiter mit einer Sperre hinterlegt. Auch hier entschied man sich den Spieler einzusetzen.
Mitte der Woche, ohne jegliche weitere Kommunikation, erhielt der FV Leutershausen dann ein Urteil der Spruchkammer. Beide Spiele werden mit 0:3 als verloren gewertet. Obendrein wurde noch eine stattliche Geldstrafe gegen den Verein verhängt.
Vorweg : Laut § 25a der RVO ist es korrekt, dass ein Einspruch gegen eine gelb-rot Sperre binnen 24 Stunden eingereicht werden „müsste“.
Der Unmut des Vereins über dieses Urteil, der auch in einem Pressebericht der WN nachzulesen ist, bezog sich daher auch wenig auf die Urteilsbegründung. Vielmehr sind wir verwundert, wie wenig auf die geschilderten Umstände von Verbandsseite eingegangen wurde. Der Fehler schlicht beim Verein gesucht und statt Kommunikation direkt ein Urteil gefällt wurde. Das für ein und dasselbe Vergehen eine Doppelbestrafung Punktabzug UND Geldstrafe, in der für uns Vereine nicht ganz einfachen Zeit ausgesprochen wurde, finden wir ebenfalls diskussionsbedürftig.
Den betreffenden Vereinen SV Schriesheim und dem SV Laudenbach sei versichert, dass keine sportlichen Gründe den Ausschlag für den Einsatz des oben aufgeführten Spielers gegeben haben. Weder verfolgen wir Ziele mit der zweiten Mannschaft um den Aufstieg mitzuspielen, noch sind uns gewonnen Spiele wichtiger als der „Fairplay-Gedanke“. Ausschlaggeben war ausschließlich die Tatsache, dass der Spieler sich nichts hatte zu Schulden kommen lassen.
Zum Schluss ein Dankeschön an die Mannschaft, die am Sonntag eine klasse Reaktion gezeigt hat und mit dem 4:3 Heimsieg gegen United Weinheim unbeirrt an die Leistungen der vergangenen Wochen angeknüpft hat. Weiter so…..

P.S. Wir wissen wie sehr das Thema in den letzten Tagen für Unmut gesorgt hat. Wir hoffen damit die Schärfe aus der Thematik zu nehmen. Die Spruchkammer hat rein formal ihren Paragraphen nach richtig geurteilt.

Gez.

Marcel Fischer

Vorstand

FV 1922 Leutershausen e.V.

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