Terrasseneinweihung


Es wurde gebohrt, geschraubt und gesägt: Das Clubheim des Fußballvereins 1922 ist im Jahre 2013 total neu gestaltet und umgebaut worden: Ein richtig schönes Schmuckstück entstand da im Sportzentrum! Die Planungen liefen schon mehrere Jahre, jetzt sie mit der neuen Terrasse
in ihre Endphase fast angelangt, wenn noch die Arbeiten an den beiden Pavillons abgeschlossen sind.
Bei der ersten Bauphase ist das Clubheim total ausgeräumt, neu gestrichen und die 40 Jahre alte Ausstattung erneuert worden. Zugleich ist der Eingang zum Wirtschaftsraum auf die Westseite verlegt worden. Der zweite Bauabschnitt sah eine Art Holzterrasse vor, die bis zur Hälfte der Straße im Sportzentrum reichte. Der dritte Abschnitt sah vor, dass der Wirtschaftsraum mit dem ersten Viertel der Pavillon verbunden wird und so mehr Platz geschaffen werden kann für Veranstaltungen. Für diese drei Bauphasen sind Nettokosten in Höhe von 150000 Euro veranschlagt worden, nach Abzug der vielen Eigenarbeiten könnte sich die Summe auf rund 85000 Euro verringern.
Doch es kam dann ganz anders, als es die Verantwortlichen geplant hatten. Ideengeber und „Motor“ Jochen Pschowski trat von seinem Amt zurück und Edgar Brand übernahm den Vorsitz des Fußballvereins. Mit Franz Triebel kehrte auch der ehemalige Vorsitzende des Fördervereins auf seinen früheren Posten zurück und dann wurde in die Hände gespuckt. Franz Triebel entwickelte einen Plan, wie man die Terrasse mit dem Clubheim neu gestalten und verbinden könnte. Die alte Terrasse, die mehrmals von Unbekannten mutwillig demoliert und die Mauer sogar umgerissen wurde, erstrahlt jetzt im neuen Glanze, gerade rechtzeitig zum Start der neuen Fußballsaison. Die rund 100 Quadratmeter große, alte Holzterrasse in Richtung Süden ist jetzt praktisch halbiert und mit dem Clubheim verbunden und auch farblich angepasst worden. Etwa 22 Tonnen Auffüllmaterial mussten verarbeitet werden und die neue Mauer ist zudem mit Beton ausgegossen worden. „Die wirft jetzt keiner mehr um“, ist sich Triebel sicher. Er war die treibende Kraft bei der Neugestaltung und hat von der Planung bis zum letzten Pinselstrich fast alles mitgemacht. Tatkräftig dabei unterstützt von Bernd Linhard, Klaus Lux, Dirk Rakowski, Andreas Apfel und Stefan Buliga, alles ehemalige aktive Fußballer!
Jedenfalls fügt sich die neue Terrasse hervorragend in das Gesamtbild neben dem Clubheim und den Pavillons ein und auch von der Größe her ist die Terrasse überschaubarer geworden. „Wenn die immer voll besetzt ist, sind wir zufrieden“, sagt der Vorsitzende Edgar Brand euphorisch. Der alte Holzboden ist durch einen neuen Steinboden ersetzt worden. Die Terrasse schließt genau mit dem Eingang zum Clubheim ab und bildet somit eine Ebene. Eine neun Meter lange Regenablaufrinne wurde installiert, sodass bei Starkregen das Wasser gut abfließen kann und demnach kein Stau entsteht. In das Mauerwerk hat Triebel dicke Eisenstangen einbetoniert und damit dem Vandalismus vorgebeugt. Auf das Mauerwerk sind zum Schluss noch Satteldachplatten angebracht worden. Bis auf das Pflastern und das Auffüllen mit fünf Tonnen Splitt wurde seit dem Baubeginn im August/September 2015 alles in eigener Regie von den FVL-Mitgliedern gemacht. Dank vieler Sponsoren konnten die Kosten in einem günstigen Rahmen gehalten werden. Zum Schluss sind an den Seiten die FVL-Vereinswappen in schwarz-weiß aufgemalt worden. Natürlich wurde auch an einen barrierefreien Aufgang für die Rollstuhlfahrer gedacht und nicht zuletzt sorgten auch Sponsoren für die Bestuhlung und die Sonnen- beziehungsweise übergroßen Regenschirme auf der Terrasse. Triebel hoffte natürlich auf das Erscheinen der Sponsoren, die solch eine neue Terrasse auch erst ermöglicht haben: Brettinger-Transporte, Josef Schnell, Kälte-Technik Schulz, Farbenhaus Daum-Geisinger und Transportbeton Weinheim.
Viele Gäste waren der Einladung gefolgt, an der Spitze Bürgermeister Manuel Just mit seiner Familie, Kreis- sowie Gemeinderat und BM-Stellvertreter Fritz Bletzer sowie einige FVL-Ehrenmitglieder und Sponsoren. Alles war am Samstag in schwarz-weiß gehalten, den FVL-Vereinsfarben, und das machte Eindruck! Edgar Brand sagte der Gemeinde herzlichen Dank für deren Hilfe und er hoffe, dass die geplante Flutlichtanlage an den neuen Kleinspielfeldern im nächsten Jahr genutzt werden könne. Denn der FVL habe zwölf Mannschaften und das bedeute eine enorme Hilfe beim Trainingsbetrieb. Derweil herrschte auch reger Betrieb beim Torwandschießen und an weiteren Spielgeräten. Auf einer Großbildleinwand konnten die Fans und Besucher die Fußball-Bundesliga live miterleben, bevor das Bergstraßenderby in der A-Klasse zwischen dem FV Leutershausen und dem SV Schriesheim II begann.

 

Jetzt hat der FV Leutershausen seine neue Terrasse auch offiziell mit Gästen eingeweiht. Von links Fritz Bletzer, Edgar Brand, Manuel Just, Franz Triebel, Markus Hanf (2. Vors. Förderverein). Bild und Text: Werner Hildebrand

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