Vereine sollen in Entscheidung einbezogen werden


Kegler, Volleyballer und Handballer haben es bereits beschlossen, nun zog der Tischtennisverband nach und beendete die Saison 2020/21 vorzeitig. Bei den Fußballern im Badischen Verband und im Kreis Mannheim besteht nach wie vor ein Hoffnungsschimmer, den Spielbetrieb doch noch fortzusetzen. Doch die Aussichten sind mehr als ungewiss, wie Kreisvorsitzender Harald Schäfer im Gespräch mit dieser Redaktion betont. „Das Schlimme ist, dass man einfach auch keine Perspektive hat, wann es weitergehen könnte. Vor vier Wochen hätte ich gesagt, dass wir auf jeden Fall noch mal spielen. Jetzt geht die Tendenz immer mehr in die Richtung, dass es schwer wird.“

Vorrunde oder Abbruch

Aus den ursprünglich vier vorgestellten Szenarien sind nur noch zwei Optionen für eine Saisonfortsetzung möglich – sofern die Politik grünes Licht gibt. Von der Vorstellung, die Saison in ihrer traditionellen Form mit Vor- und Rückrunde zu beschließen, muss man ebenso abrücken wie vom alternativen Modell, das nach Abschluss der Vorrunde eine Auf- und Abstiegsrunde vorgesehen hätte. „Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wir spielen die Vorrunde noch fertig. Oder aber – und das wäre der Worst Case – wir müssten die Runde abbrechen.“

Eine Regelung, wie sie der Bayerische Fußball-Verband als einziger Fußball-Landesverband in Deutschland vollzogen hat, indem er die letzte bereits abgebrochene Spielrunde mit dem eingefrorenen Stand einfach im Sommer fortgesetzt hat, wäre in Baden-Württemberg, wo stets eine einheitliche Regelung über die drei Verbände in Baden, Südbaden und Württemberg angestrebt wird, nicht möglich.

„Vor der Pandemie hatten wir diesbezüglich noch keine Regelung. Auf den beiden Verbandstagen in 2020 haben wir dazu aber einiges geregelt. Und klar ist: Wenn nicht 50 Prozent aller Spiele absolviert sind, dann gilt die Saison als annulliert. Wir hoffen aber weiterhin, dass wir zumindest diese Marke, also die Vorrunde zu absolvieren, noch schaffen“, erklärt der Großsachsener, der dieses Szenario, das dann auch einen Auf- und Abstieg erlauben dürfte, nur noch als realistisch erachtet, wenn nach Ostern wieder gespielt werden könnte.

Klar ist, dass die Vereine im Fußballkreis Mannheim in einer Videoschalte angehört werden, bevor eine Entscheidung über Fortsetzung oder Nicht-Wertung getroffen wird. Hinsichtlich einer generellen Abkehr zu alternativen Spielmodellen, um in Zukunft flexibler zu sein, zeigt sich Schäfer nicht abgeneigt, betont aber: „Wenn die Pandemie auf dem Rückmarsch ist, dann werden wir wohl zu den traditionellen Spielmodellen zurückkehren.“

(wnoz v. 19.02.21)

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